HATRA - Alfred Hagelstein 53 Jahre Maschinenbau in Lübeck-Travemünde
1919 Gründung des Unternehmens am 22. August dieses Jahres.
Der Schmiedemeister Alfred Hagelstein eröffnet zuerst in der Kirchenstraße und später in der Kurgartenstraße in Travemünde einen Schlosserei- und Reparaturbetrieb für Automobile.
Im Laufe der Jahre erfolgte die Spezialisierung auf Dieselmotoren für den Schiffbau. Daneben lief die Fertigung von Klein-Eimerkettenbaggern mit Raupen- und Gleisfahrwerk, Schiffswinden und Aggregaten. Auch als Unterlieferant für die LMG (Lübecker Maschinenbau Gesellschaft) wurden Teile für Trockenbagger geliefert. In Zusammenarbeit mit M.A.N. wurden Hafenkrane entwickelt und aufgebaut.
Daneben betrieb Hagelstein die Schiffs-Reparaturwerft. Zahlreiche Dampfschiffe wurden mit Deutz-Dieselaggregaten ausgerüstet.
1949 Teilerwerb der Straßenwalzen-Lizenzen des KEMNA-Werkes in Breslau. Der Chefkonstrukteur aus Breslau übernimmt in Travemünde die Weiterentwicklung der Walzen. Bereits im ersten Jahr nach Vorstellung auf der Exportmesse in Hannover wurden 100 Stück ausgeliefert. Die Maschinen wurden in Serien von 5 oder 10 Stück überwiegend nach Holland, Norwegen, Island, Indonesien und Japan verkauft.
Gründung der Schiffs-Neubauwerft.

HATRA KEMNA Gigant Dreiradwalze (1949)
1954 Ausbau der Baumaschinenproduktion um von Schiffbau unabhängig zu sein.
1956 Senator Alfred Hagelstein verstirbt - sein Sohn Hans übernimmt die Firmenleitung.
Im selben Jahr: Der erste Schwenklader wird vorgestellt - die Marke HATRA eingeführt.

HATRA Werk Lübeck-Travemünde (1969)
1960 Alle KEMNA-Lizenzen werden erworben.
Der Werftbetrieb wird eingestellt (insgesamt 36 Schiffe wurden gebaut) Im selben Jahr erhält das Unternehmen von der Bundeswehr den Auftrag zur Lieferung von rund 2.000 Schwenkladern SL 125.

HATRA Schwenk-Schürflader (1954)
1962 Gründung des Zweitwerkes in Dillingen im Saarland.
1963 Übernahme der Kleinraupen des Hüttenwerkes Michelstadt im Odenwald.
Der Vertrieb der HATRA Baumaschinen erfolgt in Deutschland über die Handelsorganisation Klöckner & Co.
1964 Umstruktuierung von Schiffswerft zur Baumaschinenfabrik abgeschlossen.
Der Marina-Bereich mit dem Bootsbau bleibt jedoch erhalten. Es entstehen die erfolgreichen Sportboote der HATRA Daycruiser Baureihe 600 DC, 708 D und 708 K.
1965 Erste Vollhydraulikbagger werden vorgestellt.

HATRA Mobilbagger M 60 (1965)
1966 Lieferabkommen über Bagger mit Kockum-Landsverk in Schweden.
Im selben Jahr erwirbt HATRA eine Minderheitsbeitligung von 25 % an der IBAG (Internationale Baumaschinenfabrik AG) in Neustadt an der Weinstraße.
Wiederaufnahme der industriellen Schiffsproduktion. Hierfür entstehen neue Hallen und eine Schiffshebeanlage von Krupp wird erworben.
1968 Gründung der Vertriebsgesellschaft HATRA-FRISCH (bis 1969).

1969 Jubiläum: 50 Jahre HATRA!
Das Zweigwerk in Dillingen wird an den Gabelstaplerhersteller Eaton Yale & Towne verkauft.
1970 Verkauf der Hydraulikbaggerproduktion (Werk II) an Rheinstahl Hanomag.
1971 Vorstellung neuer Walzen mit hydrostatischem Fahrantrieb.
1972 Die letzte HATRA Walze - eine GW 22 - verläßt das Werk I.
1973 Endgültige Betriebseinstellung auch bei HATRA BOATS (Sportboote).